EMF-Ecole des Métiers /
Berufsfachschule - Freiburg

 

Chemin du Musée 2, CP 41 

CH-1705 Freiburg

T +41 26 305 26 27

F +41 26 305 26 28

     Hilfreiche Links

Intranet / Mitarbeiter
Intranet / Lernende
Webseite des Staates Freiburg
Webseite Amt für Berufsbildung

Unterlagen:

PAM Verbesserungsvorschläge
ASL Leistungskatalog der EMF (auf Französisch)

ZU FUSS

MIT DEM BUS

KONTAKT

Kontakt + Links

Automatiker EFZ / Automatikerin EFZ

Automatiker EFZ und Automatikerinnen EFZ bauen in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten elektrische Steuerungen, Apparate, Maschinen, Anlagen oder Automatisierungssysteme, nehmen diese in Betrieb oder führen Instandstellungsarbeiten aus. Sie projektieren und programmieren Lösungen zu Steuerungs- und Automatisierungsaufgaben. Sie erstellen die entsprechenden technischen Anleitungen und Dokumentationen.

Studien und Projektierung – Automatiker/innen entwickeln und erstellen in Zusammenarbeit mit anderen Experten die Dokumente, die für die Herstellung von Automatisierungssystemen benötigt werden. In diesem Rahmen erstellen sie elektrische Schaltpläne, Pneumatik- und Hydraulikschemata und mechanische Zeichnungen. Sie beteiligen sich an der Entwicklung von technischen Angeboten. Automatiker/innen bestellen das Material, das für die Fertigung der Installation benötigt wird. Darüber hinaus entwickeln sie Programme für speicherprogrammierbare Steuerungen und industrielle Überwachungssysteme.

Industrielle Fertigung – Automatiker/innen widmen sich ausserdem der industriellen Fertigung. Dieser Tätigkeitsbereich kann vielfältige Formen annehmen und variiert daher stark von einem Unternehmen zum anderen. Zu den Aufgaben der Automatiker/innen gehören der Bau von Prototypen, die Verdrahtung von elektrischen Schalt- und Steuertafeln sowie die Montage und Verkabelung von Automatikmaschinen. Sie übernehmen ausserdem die Überwachung und Inbetriebnahme der Installationen.

Wartung und Instandstellung – Unternehmen aus allen Bereichen benötigen Automatiker/innen für Wartungs- und Instandstellungsarbeiten in ihren Produktionsstätten, wie z. B. Fertigungsunternehmen (Werkzeugmaschinen) oder Unternehmen aus der chemischen, pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie. Dieser interessante Beruf erfordert ein grosses Verantwortungsbewusstsein, bietet jedoch andererseits die Möglichkeit, Fertigungsumgebungen zu verändern und zu verbessern. Die präventive Wartung und Reparatur der Installationen gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich der Automatiker/innen. Auch für die Hausautomation moderner Gebäude wird Personal benötigt, das die Wartung und Instandhaltung der Gebäudetechnik übernimmt.

Automatiker/innen EFZ zeichnen sich durch ihr wirtschaftliches und ökologisches Denken und Handeln aus. Ihre Aufträge und Projekte realisieren sie systematisch und selbstständig. Sie sind es auch gewohnt, im Team zu arbeiten, sind flexibel und aufgeschlossen gegenüber Neuerungen. Sie beachten die Grundsätze der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes.

 

Organisation der Ausbildung

Gemäss der geltenden Verordnung über die berufliche Grundbildung setzt sich der Bildungsgang „Automatiker EFZ / Automatikerin EFZ“ aus einer zweijährigen Basisausbildung und einer darauf aufbauenden zweijährigen Schwerpunktausbildung zusammen.

Während der Basisausbildung sollen insbesondere die folgenden grundlegenden und erweiterten beruflichen Handlungskompetenzen vermittelt werden:

  • Werkstücke manuell fertigen, montieren und prüfen (b1)

  • verbindungsprogrammierte, speicherprogrammierte oder elektropneumatische Steuerungen fertigen, prüfen und in Betrieb nehmen (b2)

  • elektrische Bauelemente und Baugruppen messen und prüfen (b3)

  • Funktion einer verbindungsprogrammierten, speicherprogrammierten oder elektropneumatischen Anlagensteuerung anpassen (b4)

  • Bauteile modellieren und CAD-Zeichnungen erstellen (e8)

Im dritten Lehrjahr erwirbt der/die angehende Automatiker/in zwei Schwerpunktkompetenzen:

  • elektrische Steuerungen bauen und prüfen (s4)

  • speicherprogrammierbare Steuerungen projektieren, programmieren und in Betrieb nehmen (s11)

Im vierten Lehrjahr wird die praktische Komponente des Ausbildungsgangs gefördert. Dieser praktische Ausbildungsteil, besteht aus zwei einsemestrigen Praktika, die es den Lernenden ermöglichen zwei weitere Handlungskompetenzen der Schwerpunktausbildung zu erwerben:

  • Ein Praktikum in der EMF, bei welchem ein Projekt für einen externen oder internen Kunden umgesetzt wird

  • Ein Betriebspraktikum im In- oder Ausland

Welche Handlungskompetenzen der Schwerpunktausbildung während dieser Praktika vermittelt werden, hängt von den jeweiligen Projekten bzw. Spezialgebieten des Unternehmens ab. Siehe Liste:

  • Kleinprojekte planen und überwachen (s1)

  • Bauelemente und Apparate prüfen (s2)

  • Bauelemente und Baugruppen konstruieren (s3)

  • elektrische Steuerungen bauen und prüfen (s4) > Wiederholung aus dem dritten Ausbildungsjahr

  • elektrische Energieverteilungen bauen und prüfen (s5)

  • elektrische Wicklungen fertigen und prüfen (s6)

  • elektrische Maschinen prüfen, instand stellen und in Betrieb nehmen (s7)

  • Maschinen oder Anlagen verdrahten und in Betrieb nehmen (s8)

  • Leitsysteme projektieren, programmieren und in Betrieb nehmen (s9)

  • Produktion mikrotechnischer Produkte überwachen (s10)

  • speicherprogrammierbare API-Steuerungen projektieren, programmieren und in Betrieb nehmen (s11) > Wiederholung aus dem dritten Ausbildungsjahr

  • Störungen in Maschinen oder Anlagen lokalisieren und beheben (s12)

  • Betriebseinrichtungen warten (s13)

  • Ausbildungssequenzen planen, durchführen und auswerten (s14)

  • Gebäudesicherheitssysteme projektieren, programmieren und in Betrieb nehmen (s15)

  • Elektrische Steuerungen planen und deren Fertigungsunterlagen erstellen  (s16)

Wird das Praktikum im Ausland absolviert, wird auch die Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen angestrebt.

 

Berufsperspektiven

Automatiker/innen müssen bezüglich neuer Technologien immer auf dem Laufenden bleiben. Sie spezialisieren sich in verschiedenen Spitzentechnologiebereichen der Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten. Bei diesen Unternehmen kann es sich beispielsweise um Energieversorger, Unternehmen der chemischen oder Lebensmittelindustrie, Maschinenbauer, Hersteller von elektronischen Bauteilen, Fertigungsunternehmen für automatisierte Systeme usw. handeln.

Die industrielle Entwicklung unserer Gesellschaft ist nicht aufzuhalten. Die Beschränkung der Produktionskosten zwingt Unternehmen geradezu dazu, ihre Standorte zunehmend zu automatisieren. Auch die Qualitätskontrolle verlangt eine Fertigungskonstanz, die lediglich automatisierte Anlagen gewährleisten können. Dieses Berufsfeld hat also eine vielversprechende Zukunft vor sich; auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften nimmt weiterhin zu.

 

Q/R zur Ausbildung / FAQ

  • Kann ich die Ausbildung zum Automatiker bzw. zur Automatikerin auch belegen, ohne an den Kursen der technischen Berufsmaturität teilzunehmen? > Ja, das ist möglich. Wir empfehlen unseren Lernenden jedoch, bereits ab dem ersten Semester an den Kursen der Berufsmaturität (BM) teilzunehmen. Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Semesters kann auf die BM-Kurse verzichtet werden. Die Studenten halten sich auf diese Weise jedoch die Möglichkeit offen, an den Kursen zur erweiterten Allgemeinbildung, insbesondere für die Sprachen S2 (Deutsch) und S3 (Englisch), teilzunehmen.

  • Kann ich mit einer betrieblichen Ausbildung beginnen und anschliessend eine Ausbildung in der EMF-Industrie absolvieren? > Grundsätzlich nein, da die Ausbildungsprogramme einen sehr spezifischen Aufbau haben (modularer Aufbau an der EMF).

  • Wie muss ich vorgehen, wenn ich einem Lernenden im vierten Ausbildungsjahr ein Praktikum in meinem Unternehmen anbieten möchte? > Ob Ihr Unternehmen eine Ausbildungsberechtigung besitzt oder nicht, setzen Sie sich bitte unbedingt mit uns in Verbindung, damit wir Ihr Angebot prüfen können!

  • Kann ich Ihnen ein Angebot für einen Projektauftrag unterbreiten? > Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, damit wir Ihr Projekt gemeinsam besprechen können, um zu entscheiden, ob es mit unseren Industriemandaten vereinbar ist.